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Die Antiken Naturwissenschaften

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Zu den zentralen Problemstellungen, mit welchen sich die ionische Naturphilosophie befaßte bzw. aus denen sie überhaupt erst hervorging, gehörte die Frage nach dem Aufbau der Materie, nach dem Werden und Vergehen der Dinge, nach den im Kosmos wirkenden Kräfte (daher der Name Kosmologie). Sie wagten den Versuch, die ganze Vielfalt der stofflichen Erscheinungswelt auf ganz wenige, nur noch verstandesmäßig erschließbare grundlegende Faktoren (στοιχεîα/elementa) zurückzuführen, auch Urstoffe genannt (z.B.: Thales: Wasser; Anaximenes: Luft; Heraklit: Feuer). Ihren reifsten Ausdruck hat die vorsokratische Elementenlehre schließlich im Lehrgedicht des Empedokles von Akragas (ca. 500-430 v. Chr.) gefunden, in welchem die später klassisch gewordenen vier Elemente vorgeführt werden, die über Platon und Aristoteles bis übers Mittelalter hinaus ihre Gültigkeit behalten haben.
Ein besonderer Aspekt der Elementarlehre ist das Problem der Verwandlungsfähigkeit der Materie. Weit davon entfernt, Elemente im heutigen Sinne des Wortes zu sein, handelt es sich bei diesen Urelementen mehr um hypothetische Grundkomponenten der Materie, die im stetigen Austausch miteinander stehen, sich in einander verwandeln, sich in neue Mischungen gruppieren und sich wieder auflösen können.
Ein weiterer wichtiger Punkt der sich aus diesen Fragen ergibt ist die Distanzierung von der Mythologie, wie zum Beispiel von frühen Schöpfungsmythen.
Ein scharfer Gegensatz in der Erklärung der gestaltenden Kräfte tat sich im 5.Jh auf: während Anaxagoras, der Lehrer des Sokrates, erklärte, daß der ganze Kosmos vom Geist (Νοûs) beherrscht und durchwaltet sei, und damit zum erstenmal die Polarität Geist – Materie erkannte, machten die Atomisten ein physikalisches Prinzip îνοs), und den Zwang (ανáγκη: ein unabänderliches Kausalitätsprinzip) für alle Vorgange im All verantwortlich.

Einige Einzelprobleme: (AS: 8-11)
Vorwegnehmend sei angemerkt, daß egal wie naiv die einzelnen Probleme auch erklärt werden das Entscheidende daran der Wille mythologische Vorstellungen abzulegen und Erscheinungen rational zu erklären ist.
  • Astronomische Beobachtungen: Vorhersage der Sonnenfinsternis vom 28.5.585 v. Chr., Mond erhält sein Licht von der Sonne
  • Erdvorstellungen: Form (Zylinder, Scheibe), Weltkarte
  • Meteorologische Erscheinungen: Donner, Blitz, Regenbogen, Erdbeben, Entstehung des Meeres und dessen Salzgehaltes (Verdunstung)
  • Geologische Erscheinungen: Versteinerungen (Muschelabdrücke im Steinbruch à früher: Meer), Anziehungskraft des Magnetsteines
  • Mathematische Erkenntnisse: Lehrsätze (Thaleskreis)
  
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